Lubin - Piotr Grabowski
Die Kirche der Heiligen Jungfrau Maria von Tschenstochau in Lubin bewahrt eine bemerkenswerte Geschichte des Orgelbaus, die bis in die Renaissance zurückreicht. Archivunterlagen bestätigen, dass die Kirche bereits 1595 über eine Orgel mit einer Renaissance-Fassade verfügte. Im Laufe der Jahrhunderte wurde das Instrument mehrmals umgebaut, und 1785 konstruierte Martin Benjamin Liebeherr, der renommierte Orgelbauer aus Góra Śląska (Guhrau), eine neue Orgel, die zu einem Meilenstein der schlesischen Orgelbauschule wurde. Sein Instrument verband elegante Formgebung mit klanglicher Fülle und Kohärenz. Liebeherr arbeitete bekanntermaßen mit Adam Horatio Engler zusammen, einem der bedeutendsten Orgelbauer der Region, und diese Verbindung lieferte wertvolle Anhaltspunkte für den späteren Wiederaufbau. Spätere Umbauten im 19. und frühen 20. Jahrhundert veränderten das ursprüngliche Konzept erheblich, indem neue Windladen eingeführt, der Tastaturumfang erweitert und schließlich die mechanische Traktur durch eine pneumatische Traktur ersetzt wurde. Ein Großteil der ursprünglichen Pfeifen wurde ersetzt, und die stilistische Einheit zwischen Fassade und Innenraum ging verloren. Nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs und jahrzehntelangen Teilreparaturen war die Orgel schließlich so stark beschädigt, dass nur eine gründliche Rekonstruktion ihren früheren Glanz wiederherstellen konnte.
Diese Arbeiten wurden zwischen 2020 und 2022 von Johannes Klais Orgelbau aus Bonn in Zusammenarbeit mit Zych Zakłady Organowe durchgeführt. Unter Verwendung erhaltener historischer Elemente, Archivrecherchen und stilistischer Analogien – darunter auch solche, die sich auf Englers Instrumente beziehen – entstand eine neue Orgel in der Tradition von Liebeherr. Die Manuale und das Pedal wurden leicht erweitert, sodass die Orgel nicht nur für das historische Repertoire, sondern auch für einen breiteren liturgischen und konzertanten Einsatz genutzt werden kann. Der reich verzierte Prospekt mit rekonstruierten Schnitzereien, restaurierten Fassadenpfeifen und fein gearbeiteten Details bildet wieder eine stilistisch einheitliche Einheit mit Klang und Mechanik. Das Instrument wird von vielen Organisten für seinen farbenreichen und ausgewogenen Klang gelobt. Klais hat eine hervorragende Rekonstruktion der Orgel durchgeführt und dabei außergewöhnliches Können und Liebe zum Detail bewiesen.
Die Orgel enthält Sperrventile, mit denen einzelne Registergruppen ausgeschaltet werden können. Bei der Originalorgel steuern die Schalter auf der linken Seite die C-Seite, während die Schalter auf der rechten Seite die C#-Seite steuern; im Sample-Set wurden diese zur einfacheren Bedienung miteinander verbunden. Die Orgel verfügt außerdem über die historische Schiebekoppel, eine manuelle Koppelung, die durch Verschieben der oberen Klaviatur über die untere aktiviert wird. Im Sample-Set wurde diese Funktion als virtueller Zugknopf in der Konsolenansicht implementiert. Der Tastaturumfang wurde erweitert: im Pedal von C-d1 (C2-D4) auf C-f1 (C2-F4) und in den Manualen von C-d3 (C2-D6) auf C-g3 (C2-G6).
Bitte beachten Sie, dass die Lizenz für dieses Sample-Set nur für den privaten Gebrauch gilt – eine kommerzielle Nutzung ist nicht gestattet.
Dieses virtuelle Instrument, das auf der Martin-Benjamin-Lieberherr-Orgel aus der Kirche der Muttergottes von Tschenstochau (Kościół Matki Bożej Częstochowskiej) in Lubin basiert, wurde dank der freundlichen Unterstützung des Polnischen Nationalen Blasorchesters ermöglicht.
| Marke: Piotr Grabowksi |
| General | |
|---|---|
| Sample rate | 48 kHz |
| Bit resolution | 24 bit |
| Channel count | 6 (3 × Stereo) |
| Tremulant model | sampled chromatically |
| Compatible software | Hauptwerk v. 4.2 or higher |
| Memory requirements | |
| 24 bit, 6 channels | 24 GB |
| 24 bit, 6 channels without sampled tremulant | 19 GB |
| 16 bit, 6 channels | 13 GB |
| 16 bit, 6 channels without sampled tremulant | 11 GB |
| 24 bit, 2 channels | 8.9 GB |
| 24 bit, 2 channels without sampled tremulant | 7.3 GB |
| 16 bit, 2 channels | 5.2 GB |
| 16 bit, 2 channels without sampled tremulant | 4.3 GB |