Goch - Piotr Grabowski

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In der St. Maria Magdalena Kirche in Goch, einer Region in Nordrhein-Westfalen, befindet sich eine neue Orgel, die 2015 von Romanus Seifert & Sohn aus Kevelaer gebaut wurde. Vor dem Einsturz des Turms im Jahr 1993 wurde eine Seifert-Orgel aus dem Jahr 1958 genutzt, bis sie unter den Trümmern des eingestürzten Turms begraben wurde.

Das Instrument, das wir heute in Goch vorfinden, ist eine im französischen symphonischen Stil konzipierte Orgel mit 42 Registern, die den langen Nachhall in der gotischen Kirche perfekt nutzt. Betrachtet man außerdem das Gehäuse der Orgel, so fällt auf, dass die Pedaltürme links und rechts der Orgel dem Stil des Kirchturms ähneln und somit als Erinnerung an den Turmsturz gesehen werden können.

Die Orgel besteht aus vier Werken: Grand Orgue (I), Récit expressif (II, geschlossen), Solo (III) und Pédale. Alle Werke verfügen über eine mechanische Traktur, mit Ausnahme des Solo-Werks, das elektrisch gesteuert wird. Das Grand Orgue verfügt über einen vollständigen Prinzipal-Chor von 16′ bis 2′. Es hat einen vollen und klaren Klang, der eine perfekte Grundlage für die Hinzufügung von Zungenregistern bildet. Das Récit ist mit seinem Cornet décomposé aus harmonischen Registern, schönen Streichern und Solostimmen wie der Voix Humaine 8′ sehr vielseitig. Alle Register des Récit wurden mit eingeschaltetem Tremulante gesampelt, um einen möglichst realistischen Eindruck zu erzielen. Die Solo-Division wurde in ähnlicher Weise wie die Cavaillé-Coll-Orgel in der Abtei Saint-Ouen in Rouen konzipiert. Tatsächlich verfügt das Grand Orgue nur über einen einzigen Zungenregister, sodass der Organist, wenn er die Chorus-Zungenregister (ohne die im GO zu findende Mixtur) koppeln möchte, das 3. Manual mit dem 1. koppeln muss. Auch die im Grand Orgue fehlende harmonische Flöte findet sich in der Solo-Division, ebenso wie ein recht interessantes und seltenes Register: Violoncelle 8'. In der Pedalabteilung gibt es zwei 32'-Flötenregister: Sousbasse und Violonbasse. Die tiefste Oktave des letzteren besteht aus 16'- und 10 2/3'-Reihen, die zusammen spielen. Aus Platzgründen befinden sich die tiefsten Pfeifen außerhalb des Orgelgehäuses und sind in die Wand und in den Boden (horizontal) eingebaut. Dank der Koppler Super II an P und Super III an P kann die Pedalabteilung als Solostimme mit einer großen Klangvielfalt genutzt werden.

Im Sample-Set wurde die Pedal-Split-Funktion hinzugefügt (zugänglich über die Seite „Simple Jamb“). Sie unterteilt die Pedaltastatur in zwei Zonen: Die untere Zone (C-H (C2-B2)) verwendet nur Pedalregister und ignoriert Pedalkoppler, die obere Zone (c-g1 (C3-G4)) spielt keine Pedalregister, sondern verwendet nur gekoppelte Divisionen.

Eine weitere neue Funktion ist die Option „Pipe delays“ (Rohrverzögerungen). Sie führt kleine Verzögerungen ein, hauptsächlich bei Rohrpfeifen, um einen realistischeren Effekt zu erzielen. Sie kann auf der Registerkarte „Einstellungen“ deaktiviert werden.

Die Tastaturen haben einen ursprünglichen Tonumfang von C-g3 (C2-G6) (im Sample-Set erweitert auf c4 (C7)) und das Pédale von C-f1 (C2-F4) (im Sample-Set erweitert auf g1 (G4)).

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Marke: Piotr Grabowksi

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Spezifikationen

General
Sample rate 48 kHz
Bit resolution 24 bit
Channel count 6 (3 × Stereo)
Tremulant model sampled chromatically
Compatible software Hauptwerk v. 4.2 or higher
Memory requirements
24 bit, all channels 59 GB
16 bit, all channels 29 GB
24 bit, 2 channels 21 GB
16 bit, 2 channels 11 GB

Grand Orgue

Montre 16’
Montre 8’
Salicional 8’
Flûte à cheminée 8’
Octave 4’
Quinte 2 2/3’
Doublette 2’
Cornet IV
Mixture V
Clarinette 8’

II an I
III an I
Sub II an I
Sub III an I
Récit-Expressif 

Bourdon 16’
Diapason 8’
Cor de Nuit 8’
Viole de Gambe 8’
Voix céleste 8’
Prestant 4’
Flûte octaviante 4’
Viole d’Amour 4’
Nasard harmonique 2 2/3’
Octavin 2’
Tierce harmonique 1 3/5’
Plein Jeu IV
Cor d’Harmonie 16’
Trompette harmonique 8’
Basson-Hautbois 8’
Voix humaine 8’

Tremblant fort

III an II
Sub II
Solo

Montre 8' 1
Flûte harmonique 8’
Violoncelle 8’
Flûte conique 4’
Basson 16’
Trompette 8’
Clairon 4’

Sub III
II an III
Pédale

Violonbasse 32’
Soubasse 32’
Flûte 16’ 1
Violonbasse 16’ 2
Soubasse 16’ 3
Basse ouvert 8’
Bourdon 8’
Octave 4’
Bombarde 16’

I an P
II an P
III an P
Super II an P
Super III an P