Erfurt Büßleben - Piotr Grabowski
Die Orgel wurde ursprünglich im Jahr 1702 für das Benediktinerkloster auf dem Petersberg in Erfurt erbaut. Sie wurde von Georg Christoph Stertzing aus Eisenach gefertigt, einem zu seiner Zeit sehr angesehenen Orgelbauer, der von Mitgliedern der Familie Bach hoch geschätzt wurde. Drei Mitglieder der Familie spielten auf seinen Instrumenten!
Zur Zeit der Säkularisation beschloss die Gemeinde Büßleben, die Orgel zu erwerben und sie 1812 in die St.-Petrikirche in Büßleben zu versetzen. Damals war Büßleben noch eine eigenständige Stadt; heute ist es ein Stadtteil von Erfurt. Die St.-Petrikirche ist das älteste Bauwerk in Büßleben, ihr Bau begann im Jahr 1103. Dass die Orgel in nahezu unverändertem Zustand erhalten blieb, ist vermutlich der Lage der Kirche fernab der großen Musikzentren zu verdanken. In der Zeit der romantischen Umbauten blieb dieses Instrument nahezu unangetastet, auch weil schlicht kein Platz für solche Veränderungen vorhanden war. Selbst das originale Gehäuse passt exakt in die Kirche, ohne freien Raum nach oben. Trotz der im Laufe der Zeit vorgenommenen Veränderungen blieb ein Großteil der originalen Substanz erhalten, was eine sehr genaue Restaurierung durch die Orgelbaufirma Alexander Schuke aus Potsdam in den Jahren 1998 bis 2002 ermöglichte.
Erfurt-Büßleben ist der einzige Ort, an dem das Erbe Stertzings erhalten geblieben ist, und die Orgel ist zugleich das älteste Instrument dieser Größe in der Region Thüringen. Bemerkenswert ist außerdem, dass diese Orgel als Vorbild für die neue „Bach-Orgel“ in der Thomaskirche in Leipzig diente. Ziel war es, ein klanglich authentisches Instrument aus der Zeit Johann Sebastian Bachs nachzubilden.
Diese Beschreibung basiert auf Texten der Website www.stertzingorgel.de
(auf Deutsch), auf der weitere Details zur Orgel und ihrer Geschichte zu finden sind.
Der Manualumfang reicht von C bis c³ (C2–C6), der Pedalumfang von C bis e¹ (C2–E4), wobei entsprechende Erweiterungen bis f³ (F6) bzw. f¹ (F4) möglich sind. Ursprünglich fehlte bei allen Klaviaturen das tiefste Cis, das durch Aktivieren der Klaviatur-Erweiterung hinzugefügt werden kann. Die Orgel besitzt eine faszinierende Stimmung, die dem mitteltönigen Temperament nahekommt. Zudem weist sie eine sehr hohe Tonhöhe auf: a¹ (A4) = 529 Hz, was fast drei Halbtöne über dem Standardkammerton von 440 Hz liegt.
Die Orgel verfügt über eine Schiebekoppel, eine Manualkoppel, die durch Verschieben des oberen Manuals aktiviert wird. Im Sampleset kann diese Koppel über den Registerzug Calcant eingeschaltet werden.
| Marke: Piotr Grabowksi |
| General | |
|---|---|
| Sample rate | 48 kHz |
| Bit resolution | 24 bit |
| Channel count | 6 (3 × Stereo) |
| Compatible software | Hauptwerk v. 4.2 or higher GrandOrgue |
| Memory requirements | |
| 24 bit, all channels | 19 GB |
| 16 bit, all channels | 9.3 GB |
| 24 bit, 2 channels | 6.2 GB |
| 16 bit, 2 channels | 3.1 GB |
| Oberwerk Quintaden 16 Fuß Principal 8 Fuß Rohrflöth 8 Fuß Quinta 6 Fuß Octav 4 Fuß Rauschpfeif 2 fach Octav 2 Fuß Sesqaltera 2 fach Mixtur 6 fach Cymbel 3 fach Trombetta 8 Fuß Manualcoppel | Brustwerk Gedact 8 Fuß Quintaden 8 Fuß Traversa 8 Fuß Principal 4 Fuß Nachthorn 4 Fuß Octav 2 Fuß Waldflöth 2 Fuß Quinta 1 1/2 Fuß Mixtur 3 fach Vox humana 8 Fuß | Pedal Principal 16 Fuß Sub Bass 16 Fuß Violon 16 Fuß Octav 8 Fuß Mixtur 4 fach Posaun 16 Fuß Cornet 2 Fuß Coppel ins Pedal |